Was ist eine Loge

Mit Loge ist zunächst der Ort gemeint, wo Freimaurer zusammenkommen. Oft wurden eigene Logengebäude gebaut oder, wie in Reutlingen mit der Kapelle eines mittelalterlichen Klosterhofes, andere geeignete Räumlichkeiten genutzt.

Freimaurerische Arbeit ist heute in der Regel mit 7 Meistern und mindestens 1 bis 2 Gesellen und Lehrlingen möglich. Freimaurerlogen sind eingetragene Vereine mit Vereinssatzung.

Die Logen haben einen institutionellen Rahmen für die intimen und rituellen Aufgaben, die Rechte, Pflichten und Regeln umfassen. Darin enthalten ist die Beschreibung der „Ämter" wie z.B. des sogenannten „Meisters vom Stuhl", der zugleich erster Vorsitzender ist. Sie werden in festgelegten Abständen durch Wahlen immer wieder neu besetzt. Mit dieser demokratischen Struktur erhält jedes Mitglied Gelegenheit, eigene Fähigkeiten einzubringen und die Grenzen seiner Möglichkeiten auszuloten. Gemeinsam sind alle verantwortlich dafür, dass menschliches Miteinander und ethische Orientierung durch Symbole und rituelle Handlungen erlebbar werden.

Der Logenname hat häufig einen regionalen Bezug. z.B. in Reutlingen „ ... am Fusse der Alb“. Oft enthält er auch einen symbolischen Leitgedanken, z.B. „Sci Viam“ (lat. = Wisse den Weg).

Die Mitglieder einer Loge gestalten das Logenleben und erstellen eigene Arbeitskalender mit Themen und Terminen für Tempelarbeiten, Vortrags- und Gästeabende. In Logen sind Erwachsene jeden Alters, jeder Nationalität, Profession oder Religion willkommen, die an eigener Entwicklung, menschlicher Begegnung und geistiger Auseinandersetzung interessiert sind.