Freimaurerei

Die Freimaurerei ist ein etwa 300 Jahre alter Bruderbund, der seinen Mitglieder eine an ethisch- moralischen Prinzipien ausgerichtete Lebensschule bietet. Sie kennt dabei drei Ebenen, die gesellige, die kognitive und die kontemplative Ebene.

Die Freimaurerei fußt auf der Bauhüttentradition der „freestone masons“ des Mittelalters. Die Dombauhütten („Lodges – Logen“) boten zum Ende des 17 Jahrhundert hin aufgrund ihres auf  Vertrauen und Vertraulichkeit gegründeten  Rahmens progressiven Persönlichkeiten einen geschützten „Raum“ zu ständeübergreifender  Kommunikation. Der Beginn der Freimaurerei hat starke Bezüge zur Aufklärung und ist Ausdruck der Bürgergesellschaft.

Als offizielles „Gründungsdatum“ der Freimaurerei gilt der  Zusammenschluß dreier Londoner Logen zur ersten Großloge 1717. Die Freimaurerei ist in Deutschland und vereinsrechtlich organisiert. Die Logen sind oft eingetragene Vereine und ihre Vorstandmitglieder sind öffentlich bekannt.

In Deutschland gibt es ca. 14.000 Freimaurer. Die Freimaurerei ist kein einheitliches organisiertes  Gebilde sondern ein „bunter Garten“  verschiedener historischer und inhaltlicher Ausprägungen. Die Reutlinger Loge gehört der sogenannten "humanitären Lehrart" der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer an.